Eine Keyword-Recherche findet die Suchbegriffe, die deine Zielgruppe bei Google eingibt. Sie kombiniert Suchintention, Suchvolumen und Wettbewerb, damit du Themen wählst, die Nutzer wirklich suchen und die du realistisch ranken kannst.
Eine Keyword-Recherche bewertet Suchbegriffe nach vier Kriterien: Suchintention, Suchvolumen, Keyword-Difficulty und Longtail-Potenzial. Das Suchvolumen zeigt die monatlichen Suchanfragen, die Keyword-Difficulty den Wettbewerb auf einer Skala von 0 bis 100. Longtail-Keywords mit 3 bis 5 Wörtern haben weniger Suchvolumen, aber höhere Conversion. Kostenlose Tools wie Google Keyword Planner und Google Trends liefern erste Daten. Am Ende gruppierst du Begriffe in thematische Cluster, statt einzelne Keywords isoliert zu betrachten.
Was ist eine Keyword-Recherche überhaupt?
Eine Keyword-Recherche ist der Prozess, Suchbegriffe zu finden und zu bewerten, die potenzielle Besucher in Suchmaschinen eingeben. Ziel ist eine Liste priorisierter Begriffe, die Suchvolumen, Wettbewerb und Nutzerabsicht zusammenführt und die Content-Planung steuert.
Ein Keyword ist das Wort oder die Wortgruppe, die ein Nutzer in das Suchfeld tippt. Google verarbeitet laut eigenen Angaben mehr als 8,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag. Jede dieser Anfragen ist ein Signal, wonach Menschen gerade suchen.
Die Recherche steht am Anfang jeder SEO-Strategie. Ohne sie schreibst du Inhalte, die niemand sucht. Was Suchmaschinenoptimierung insgesamt bedeutet, erklärt der Beitrag Was ist SEO? Suchmaschinenoptimierung verständlich erklärt.
Einsteiger starten meist mit einem Seed-Keyword, also einem Grundbegriff wie „Fahrrad reparieren“. Aus diesem einen Begriff entstehen über Tools schnell 200 bis 500 verwandte Ideen, die du danach filterst.
Warum ist die Suchintention so wichtig?
Die Suchintention beschreibt das Ziel hinter einer Suchanfrage. Sie entscheidet, ob ein Nutzer Informationen, ein Produkt oder eine bestimmte Website sucht. Passt dein Inhalt nicht zur Intention, rankt er kaum, selbst bei perfekter Optimierung.
Suchmaschinen unterscheiden vier Intentionstypen. Informational bedeutet Wissensbedarf („wie funktioniert eine Keyword-Recherche“). Navigational meint eine gesuchte Marke („webmasterplan login“). Commercial signalisiert Vergleich („beste keyword tools“). Transactional zeigt Kaufabsicht („keyword tool kaufen“).
Wie Menschen online nach Antworten suchen, erklärt ein Ratgeber zur Online-Recherche. Wer die Sprache seiner Nutzer versteht, trifft die Intention genauer und verringert Fehlgriffe bei der Themenwahl.
Du prüfst die Intention, indem du das Keyword selbst googelst. Zeigt Google zehn Ratgeber-Artikel, ist die Absicht informational. Zeigt Google Shop-Seiten, ist sie transactional. Diese SERP-Analyse dauert 30 Sekunden pro Begriff und verhindert die häufigste Einsteiger-Fehlentscheidung.
Wie liest man Suchvolumen und Keyword-Difficulty?
Das Suchvolumen gibt die durchschnittliche Zahl monatlicher Suchanfragen für ein Keyword an. Die Keyword-Difficulty schätzt auf einer Skala von 0 bis 100, wie schwer ein Top-10-Ranking ist. Beide Werte lest ihr immer gemeinsam.
Ein hohes Suchvolumen von 50.000 Anfragen klingt attraktiv. Doch solche Begriffe haben oft eine Difficulty über 70. Für eine neue Website ist das kaum erreichbar. Realistisch sind für Einsteiger Werte unter 30.
Die Keyword-Difficulty ist eine Kennzahl der SEO-Tools, keine offizielle Google-Metrik. Ahrefs berechnet sie primär aus der Zahl verweisender Domains der Top-10-Ergebnisse. Jedes Tool nutzt eine eigene Formel, deshalb schwanken die Werte zwischen Anbietern um 10 bis 20 Punkte.
Der Sweet Spot für den Start liegt bei Keywords mit 100 bis 1.000 monatlichen Suchanfragen und einer Difficulty unter 30. Diese Kombination liefert genug Traffic-Potenzial, bleibt aber rankbar. Sammle 20 bis 40 solcher Begriffe, bevor du mit dem Schreiben beginnst.
Suchvolumen-Angaben in kostenlosen Tools sind Schätzungen, keine exakten Zahlen. Der Google Keyword Planner zeigt ohne aktive Anzeigenkampagne oft nur Spannen wie „1.000 bis 10.000“. Wer präzise Zahlen braucht, kombiniert drei Quellen: Keyword Planner für die Größenordnung, Google Trends für den Verlauf und die Google-Suggest-Vorschläge für echte Nutzerformulierungen. Diese Dreier-Prüfung kostet nichts und korrigiert die häufigsten Fehlschätzungen um bis zu 40 Prozent.
Was sind Longtail-Keywords und Keyword-Cluster?
Longtail-Keywords sind spezifische Suchbegriffe aus 3 bis 5 Wörtern mit geringem Suchvolumen, aber klarer Absicht. Ein Keyword-Cluster fasst mehrere thematisch verwandte Begriffe zusammen, die eine einzige Seite gemeinsam abdeckt.
„Keyword“ ist ein Shorthead-Begriff mit hohem Volumen und starkem Wettbewerb. „keyword recherche für kleine blogs“ ist ein Longtail-Begriff. Laut Ahrefs entfallen rund 95 Prozent aller Suchanfragen auf Longtail-Keywords, die einzeln weniger als 10 Suchen pro Monat haben.
Für Einsteiger sind Longtail-Keywords der schnellste Weg zu ersten Rankings. Der Wettbewerb ist niedriger, die Intention klarer und die Conversion-Rate liegt oft doppelt so hoch wie bei generischen Begriffen.
Statt für jedes Longtail-Keyword eine eigene Seite zu bauen, bildest du Cluster. Die Begriffe „keyword recherche“, „keyword recherche kostenlos“ und „keyword recherche tools“ gehören in ein Cluster und auf eine starke Seite. Google versteht Themen semantisch, nicht als Einzelwörter.
💬 Meine Einschätzung
Die gängige Annahme lautet: mehr Suchvolumen ist besser. In der Praxis ist das für Einsteiger der teuerste Irrtum. Wer mit einem neuen Blog auf Begriffe mit 20.000 Suchen und Difficulty 65 zielt, wartet ein Jahr auf Seite drei. Wer stattdessen 30 Longtail-Cluster mit Difficulty unter 25 aufbaut, sieht erste Rankings oft nach 8 bis 12 Wochen. Ich rate deshalb, die ersten drei Monate ausschließlich Longtail zu bespielen und erst danach schrittweise nach oben zu klettern. Themenautorität schlägt Einzel-Keyword-Jagd. Baue Cluster, nicht Listen.
- Vier Bewertungskriterien: Suchintention, Suchvolumen, Keyword-Difficulty, Longtail-Potenzial
- Einsteiger-Sweet-Spot: 100 bis 1.000 Suchen pro Monat, Difficulty unter 30
- Rund 95 Prozent aller Suchanfragen sind Longtail-Keywords (Ahrefs)
- Vier Intentionstypen: informational, navigational, commercial, transactional
- Kostenlose Tools: Google Keyword Planner, Google Trends, Google Suggest
- Begriffe in thematische Cluster gruppieren, nicht einzeln behandeln
Häufige Fragen zur Keyword-Recherche
Welche Tools sind für Einsteiger kostenlos?
Der Google Keyword Planner liefert Suchvolumen-Spannen und ist mit einem Google-Konto gratis. Google Trends zeigt saisonale Verläufe. Google Suggest und AnswerThePublic liefern echte Nutzerfragen. Diese vier Quellen reichen für den Start vollständig aus.
Wie viele Keywords brauche ich pro Artikel?
Ein Artikel deckt idealerweise ein Cluster aus 5 bis 15 verwandten Keywords ab, angeführt von einem Haupt-Keyword. Du optimierst nicht auf ein einzelnes Wort, sondern auf ein Thema. Google bewertet die semantische Abdeckung des gesamten Suchraums.
Wie oft sollte ich die Recherche wiederholen?
Wiederhole die Keyword-Recherche alle 3 bis 6 Monate. Suchtrends verändern sich, neue Begriffe entstehen und Wettbewerber ranken um. Prüfe bestehende Artikel zusätzlich über die Google Search Console auf neue, ungenutzte Suchanfragen.
Quellen und weiterführende Literatur
Google Search Central, offizielle Dokumentation zu Suchanfragen und Ranking-Grundlagen, developers.google.com/search.
Ahrefs Blog, Studien zur Verteilung von Longtail-Keywords und zur Berechnung der Keyword-Difficulty, ahrefs.com/blog.
Google Keyword Planner und Google Trends, kostenlose Datenquellen für Suchvolumen und saisonale Suchverläufe, ads.google.com und trends.google.com.
Moz Beginner’s Guide to SEO, Grundlagenkapitel zu Suchintention und Keyword-Auswahl, moz.com/beginners-guide-to-seo.


